Fundstücke

Gesehen, genossen, getroffen, gelesen, gehört, gegessen ...

 

Ausspannen? Kann, mag und muss ich regelmäßig. Im Normalfall aber sind meine Antennen auf Empfang - berufsbedingt als Journalistin mit einem Spektrum von Familienthemen bis Hochkultur, privat als neugieriger Typ mit dem Credo: "Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist (oder unterwegs ist), liest nur ein wenig davon".

Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus in der Ortsmitte von Oberhundem stammt aus dem 18. Jahrhundert; seit mehr als 100 Jahre dient es als Gasthof Zu den Linden. Bis heute treffen sich Dorfbewohner am Stammtisch in der urigen Schankstube; Wanderer, die auf dem Rothaarsteig unterwegs sind, übernachten genauso in zehn Zimmern und zwei Ferienwohnungen wie Motorradfahrer auf Tour oder Stammgäste, die im Land der 1000 Berge urlauben; abends lassen sie sich Hausmacher Kost wie Rinder-Rouladen oder Dicke Bohnen mit Bauenmettwurst schmecken. Mit neuen Ideen bereichern Aferdita Greitemann und ihr Mann den Traditionsbetrieb seit 2017. In den Garten haben sie zwei Baumhäuser stellen lassen, die so heißen wie ihre Töchter: Emma und Eliza. Beide Bauen stehen auf Stelzen, sind auf zwei Ebenen 50 Quadratmeter groß und von den Innen- und Außen-Wänden bis zu den Möbeln aus unterschiedlichen Holzarten. Entsprechend gut duften Wohnzimmer, zwei Schlafräume und sogar das Bad nach Wald; pfiffige Details sind schräg einsetzte Fenster oder ein schwenkbarer Esstisch. Tradition trifft Gegenwart in familiärer Wohlfühlatmosphäre.

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Zu den Linden, Hauptstrasse 15, 57399 Kirchhundem-Oberhundem, Tel. 02723/72625, www.gasthof-zu-den-linden.de